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Adsorption


Schwefelwasserstoff kann selektiv auf der festen Oberfläche von Metalloxiden wie z.B. Eisenoxid, Zinkoxid oder Kupferoxid, sowie auf Aktivkohle adsorbiert und auf diese Weise sehr gut aus dem Biogas abgetrennt werden. Während der Adsorption an Metalloxiden wird der Schwefel als Metallsulphid gebunden und Wasserdampf wird an die Gasphase abgegeben. Sobald das Adsorbensmaterial beladen ist, wird es durch frisches Material ersetzt. The adsorption von Schwefelwasserstoff an Aktivkohle wird üblicherweise mithilfe der Zudosierung kleiner Mengen von Sauerstoff durchgeführt, um das adsorbierte Gas zu elementarem Schwefel umzuwandeln und damit die Bindungskräfte zur Oberfläche noch zu vergrößern. Ist keine Sauerstoffdosierung erwünscht, werden hierfür speziell imprägnierte Aktivkohlesorten verwendet. Diese Entschwefelungsmethode ist extrem effizient mit erreichbaren Reingasgehalten an Schwefelwasserstoff von unter 1ppm. Obwohl die Investitionskosten relativ gering sind, sind die spezifischen Gesamtkosten dieser Technologie nicht zu vernachlässigen. Deshalb wird diese Methode typischerweise nur für die End- und Feinreinigungsschritte verwendet (üblicherweise bis etwa 150ppm Schwefelwasserstoff im Rohbiogas).


Abbildung: Schwefeladsorber an der Biogasaufbereitungsanlage Bruck/Leitha, Österreich mit einer Rohgaskapazität von 180m³/h (Quelle: Technische Universität Wien, Biogas Bruck GmbH)